Einführung in Minesweeper

Leeres Minesweeper-Spielfeld

Du betrachtest das geheimnisvolle Spielfeld voller kleiner Quadrate und Ziffern und fragst dich: Um was geht es bei diesem Spiel? Was muss ich tun? Wie kann ich es spielen? Dieser Artikel beantwortet diese Fragen und erklärt dir alles im Detail.

Zuerst muss man wissen, dass man zum Starten des Spiels mit der linken Maustaste auf ein beliebiges Feld auf dem Spielfeld klicken muss. Dann muss man anhand der Zahlen, die angezeigt werden, herausfinden, wo sich die Minen befinden, und diese mit Flaggen markieren und weitere Zahlen aufdecken, um noch mehr Minen zu finden. Nach dieser kurzen Einführung zeigen wir dir nun in der Praxis, wie man ein Minesweeper-Spiel gewinnen kann.

Anleitung

Minesweeper-Anleitung für Anfänger, Schritt 1

So fängt ein typisches Minesweeper-Spiel an: ein Spielfeld mit vielen Quadraten. Wir nennen diese Quadrate „Felder“. Zu Beginn ist jedes Feld zugedeckt. Man kann ein Feld aufdecken, indem man es mit der linken Maustaste anklickt. Falls das aufgedeckte Feld eine Mine verdeckt, explodiert die Mine und man hat verloren. Zum Glück verbirgt sich unter dem ersten Feld, das aufgedeckt wird, nie eine Mine. Für den ersten Zug kann man also ein beliebiges Feld wählen. In diesem Fall wählen wir das Feld in der Mitte: Wir eröffnen dieses Spiel, indem wir mit der linken Maustaste auf das Feld klicken, das mit einem blauen Kreis markiert ist.

Minesweeper-Anleitung für Anfänger, Schritt 2

Mit dem ersten Zug öffnet sich ein großes Areal. Wir sehen viele leere Felder in der Mitte des Spielfelds und zwei Bereiche mit verdeckten Feldern, die von Zahlen umkreist sind: ein Bereich auf der linken und ein Bereich auf der rechten Seite. Anhand dieser Zahlen können wir ermitteln, unter welchen verdeckten Feldern sich Minen befinden. Sehen wir uns zum Beispiel das mit einem roten Kreis markierte Feld an. Es enthält eine 1, das heißt, es befindet sich genau eine Mine in seinem Umkreis. Es gibt insgesamt acht Felder in seinem Umkreis. Sieben von ihnen wurden bereits aufgedeckt: Die drei Felder auf der linken Seite sind leer, wie auch das Feld darunter. Auf dem Feld rechts steht eine 2 und auf zwei Feldern steht je eine 1: eines oberhalb und eines in der unteren rechten Ecke unserer rot eingekreisten 1. Weil diese Felder aufgedeckt sind, können sie keine Minen verbergen. Nur das Feld oben rechts, das mit einem blauen Kreis markiert ist, ist noch zugedeckt. Es gibt nur eine Mine um die rot eingekreiste 1 und ein Versteck für sie: das Feld mit dem blauen Kreis. Wir können dieses Feld also mit einer Flagge markieren. Dazu klickt man mit der rechten Maustaste auf das Feld.

Minesweeper-Anleitung für Anfänger, Schritt 3

Jetzt, da wir unsere erste Mine gefunden und unsere erste Flagge gesetzt haben, können wir diese neuen Erkenntnisse nutzen, um umliegende Felder zu finden, unter denen sich keine Minen befinden. Sehen wir uns das mit einem roten Kreis markierte Feld an. Auf diesem Feld befindet sich eine 1. Es wird von sechs aufgedeckten Feldern berührt: drei leere Felder auf der linken Seite, eine 1 unten und zwei 2: eine oben und eine unten rechts. Zudem berühren zwei verdeckte Felder die 1 mit dem roten Kreis: eines auf der rechten Seite, das mit einer Flagge markiert ist, und eines rechts oben, das mit einem blauen Kreis markiert ist. Die Begründung lautet wie folgt: An das rot eingekreiste Feld grenzt nur eine Mine, und diese Mine wurde bereits auf der rechten Seite markiert. Deshalb können die restlichen angrenzenden Felder keine Minen enthalten. Das einzige verbleibende zugedeckte Feld ist das Feld mit dem blauen Kreis. Weil es keine Mine verbergen kann, können wir es aufdecken, indem wir mit der linken Maustaste darauf klicken.

Minesweeper-Anleitung für Anfänger, Schritt 4

Jetzt können wir den Zug, den wir in Schritt zwei gemacht haben, wiederholen. Sehen wir uns die beiden Felder mit den roten Kreisen an. Beide enthalten eine 1. Beide haben nur ein angrenzendes zugedecktes Feld, das mit einem blauen Kreis markiert ist. Die beiden mit blauen Kreisen markierten Felder müssen also Minen verbergen. Wir markieren sie mit Flaggen, mit einem Rechtsklick.

Minesweeper-Anleitung für Anfänger, Schritt 5

Nach der Markierung einiger Minen können wir wieder nach Feldern suchen, die keine Minen verbergen. Wir konzentrieren uns auf die beiden Felder mit den roten Kreisen. Wie schon zuvor haben beide Felder eine 1, und jedes hat bereits eine Flagge im umliegenden Gebiet. Darüber hinaus hat jedes Feld genau ein zugedecktes Feld in seinem Umkreis, das noch nicht markiert wurde. Diese zugedeckten Felder sind mit blauen Kreisen markiert. Weil keine weiteren Minen die 1 mit den roten Kreisen berühren können, verbergen die Felder mit den blauen Kreisen keine Minen. Daher können wir mit der linken Maustaste auf beide Felder klicken, um sie aufzudecken.

Minesweeper-Anleitung für Anfänger, Schritt 6

Im vorhergehenden Schritt haben wir neue Zahlen aufgedeckt. Eine dieser Zahlen ist die 2, welche mit einem roten Kreis markiert ist. Diese 2 hat bereits zwei angrenzende Minen: eine unten und eine oben links. Es können also keine weiteren Minen um diese 2 herum verborgen sein. Alle verbleibenden angrenzenden zugedeckten Felder können gefahrlos aufgedeckt werden. Es gibt insgesamt vier solcher Felder: drei auf der rechten Seite und eines oberhalb der eingekreisten 2. Alle vier können mit links angeklickt werden, um sie aufzudecken.

Minesweeper-Anleitung für Anfänger, Schritt 7

Eines dieser Felder, das wir im vorherigen Schritt aufgedeckt haben, war leer. Das Spiel hat automatisch einen größeren Bereich mit leeren Feldern und einigen Feldern mit Zahlen aufgedeckt. Jetzt können wir uns auf das Feld mit der Zahl 2 konzentrieren, das mit einem roten Kreis markiert ist. Weil es eine 2 ist, muss es von genau zwei Minen berührt werden. Außerdem gibt es genau zwei benachbarte verdeckte Felder, die mit einer blauen Ellipse markiert sind. Unter diesen beiden verdeckten Feldern müssen sich Minen befinden, also können wir mit der rechten Maustaste Flaggen darauf platzieren.

Minesweeper-Anleitung für Anfänger, Schritt 8

In diesem Schritt schliessen wir die rechte Seite des Spielfelds ab. Wir sehen, dass bereits eine Mine die mit einem roten Kreis markierte 1 berührt – wir haben diese Mine im vorherigen Schritt mit einer Flagge markiert. Folglich kann es im Umkreis dieser 1 keine weiteren Minen geben, auch nicht unter dem zugedeckten Feld, das mit einem blauen Kreis markiert ist. Mit einem Linksklick auf dieses Feld können wir es aufdecken.

Minesweeper-Anleitung für Anfänger, Schritt 9

Die linke Seite des Spielfelds ist wesentlich kniffliger als die rechte Seite. Hier gibt es keine offensichtlichen Züge mehr, in denen eine Ziffer wie 1 oder 2 genau mit den angrenzenden verdeckten Feldern übereinstimmt. Diesmal müssen wir uns etwas mehr Gedanken machen. Nehmen wir die 1 in einem lila Kreis. Neben ihr muss es genau eine Mine geben. Zwei zugedeckte Felder befinden sich in unmittelbarer Nähe, markiert durch eine grüne Ellipse. Wir wissen also, dass genau eine Mine innerhalb der grünen Ellipse liegen muss, aber wir müssen herausfinden, unter welchem der beiden Felder sich die Mine tatsächlich verbirgt. Nehmen wir nun die 1 in einem blauen Kreis. Wir wissen schon, dass sich eine Mine innerhalb der grünen Ellipse befindet. Die Ellipse liegt ganz in der Nähe der 1 mit blauem Kreis, das heißt, dass andere verdeckte Felder um die blau eingekreiste 1 keine Mine enthalten können. Das Feld, das mit einem roten Kreis markiert ist, kann in diesem Fall keine Mine enthalten. Warum? Weil sonst die blau eingekreiste 1 zwei benachbarte Minen hätte: eine in einem roten Kreis und eine in einer grünen Ellipse. Weil die grüne Ellipse zweifelsohne eine Mine enthält, kann der rote Kreis keine Mine verbergen. Deshalb dürfen wir auf das mit einem roten Kreis markierte Feld klicken, um es aufzudecken.

Minesweeper-Anleitung für Anfänger, Schritt 10

Nun ist alles viel übersichtlicher. Schnell können wir feststellen, dass die beiden mit grünen Kreisen markierten Felder Minen enthalten müssen. Warum? Erstens, aufgrund der blau eingekreisten 2. Lediglich zwei abgedeckte Felder berühren diese 2, also müssen diese Felder Minen enthalten. Und zweitens aufgrund der 3 in einem roten Kreis. Diese 3 hat schon eine benachbarte markierte Mine. Außerdem hat sie zwei benachbarte verdeckte Felder, welche die verbleibenden zwei Minen verbergen müssen. Wir können also Flaggen auf die beiden grün markierten Felder platzieren.

Minesweeper-Anleitung für Anfänger, Schritt 11

In diesem Schritt werden zwei Felder mit Zahlen angezeigt, die bereits genügend Flaggen um sich herum haben. Betrachten wir die 1 und die 2, die jeweils rot eingekreist sind. Alle zugedeckten Felder, welche diese beiden berühren, können keine Minen enthalten, sodass wir sie sicher aufdecken können. Deshalb klicken wir mit der linken Maustaste auf alle blau markierten Felder.

Minesweeper-Anleitung für Anfänger, Schritt 12

Diesmal wechseln wir zurück zur Minensuche. Wir konzentrieren uns auf das Feld mit dem roten Kreis. Im Umkreis sollten sich zwei Minen befinden. Die eine unterhalb davon wurde bereits gefunden und markiert. Die zweite muss sich unter dem einzigen zugedeckten Feld befinden, das mit einem blauen Kreis markiert ist. Klicken wir mit der rechten Maustaste auf dieses Feld.

Minesweeper-Anleitung für Anfänger, Schritt 13

Nun schauen wir uns die 1 an, die mit einem roten Kreis markiert ist. Sie hat bereits eine benachbarte Mine, sodass die anderen verdeckten Felder daneben – die mit einer blauen Ellipse gekennzeichnet sind – sicher aufgedeckt werden können.

Minesweeper-Anleitung für Anfänger, Schritt 14

Schauen wir uns den Zähler oben links auf dem Spielfeld an. Momentan steht dort „002“, das heißt, dass wir noch zwei Minen auf dem Spielfeld finden müssen. In diesem Schritt werden wir diese finden. Sehen wir uns die 1 und die 2 in den roten Kreisen an. Sie berühren beide nur ein verdecktes Feld und beide zeigen an, dass es in ihrer Nähe eine weitere Mine geben muss. Die beiden übrigen Minen müssen also in den mit blauen Kreisen markierten Feldern versteckt sein.

Minesweeper-Anleitung für Anfänger, Schritt 15

Obwohl alle Minen mit Flaggen markiert sind, ist das Spiel noch nicht gewonnen. Die Voraussetzung, um das Spiel zu gewinnen, ist nämlich, dass alle Felder aufgedeckt wurden, die keine Minen enthalten. Eigentlich muss man keine Flaggen benutzen, wenn man sich merken kann, wo die Minen liegen. Dies ist jedoch eine Herausforderung für fortgeschrittene Spieler. In dieser Anleitung verwenden wir Flaggen, und um zu gewinnen, müssen wir mit einem Linksklick auf die beiden verbleibenden zugedeckten Felder klicken, die mit einer blauen Ellipse markiert sind.

Minesweeper-Anleitung für Anfänger, Schritt 16

Beachten wir das Bild des glücklichen gelben Gesichts mit der Sonnenbrille oben auf dem Spielfeld. Es zeigt an, dass das Spiel beendet ist und du gewonnen hast. Nun sehen wir uns den Zähler in der oberen rechten Ecke des Spielfelds an. Er zeigt die verstrichene Zeit an. „231“ zeigt an, dass wir 231 Sekunden benötigt haben, um das Spiel zu lösen. Das ist zwar kein besonders gutes Ergebnis, aber dies ist eine Anleitung für Anfänger, also muss man sich darüber keine Gedanken machen.

Wenn du willst, kannst du dir auch ein Video-Tutorial auf YouTube anschauen:

Muster

Die Grundlagen kennen wir nun schon. Wir wissen, wie man Minen und Orte findet, wo sich keine Minen verstecken. Aber dieses ganze logische Denken braucht so viel Zeit! Selbstverständlich wird man immer schneller, je mehr man übt. Doch gibt es eine Möglichkeit, wirklich schnell zu spielen?

Ja. Wenn man lange genug spielt, merkt man, dass es bestimmte Muster bei den Zahlen gibt, die einem zeigen, wo Minen sind und wo nicht. Mit ein wenig Übung lernt man diese Muster auswendig und erkennt sie immer schneller. Schließlich ist kein logisches Denken mehr nötig. Wenn man einige Zahlen sieht, weiß man sofort, wo sich die Minen befinden. Betrachten wir das einfachste Beispiel: die „1 in einer Ecke“.

Das Muster „1 in einer Ecke“, unmarkiert Das Muster „1 in einer Ecke“, markiert Das Muster „1 in einer Ecke“, gelöst

Die „1 in der Ecke“ ist ein „offensichtliches“ Muster, das wir schon früher in der Anleitung benutzt haben. Werfen wir einen Blick auf das erste Bild oben und versuchen wir, alle 1 zu identifizieren, bei denen es nur ein zugedecktes Feld im Umkreis gibt. Im zweiten Bild sind sie mit roten Kreisen markiert. Das sind die „1 in den Ecken“. Wir wissen schon, dass eine Mine unter dem einzigen zugedeckten Feld neben ihnen liegen muss. Im dritten Bild sind die Standorte dieser Minen mit Bomben markiert.

1 in der Ecke ist ein offensichtliches Muster, weil man es sehr schnell erlernt. Bald nachdem man die Grundzüge erlernt hat, geht man nicht mehr Schritt für Schritt vor, indem man die 1 sucht, alle verfügbaren zugedeckten Felder zählt und überlegt, ob die Zahlen übereinstimmen. Sondern man betrachtet das Spielfeld und sieht sofort alle 1 in den Ecken und weiß, dass man Flaggen daneben platzieren kann. Auf diese Weise funktionieren die Muster.

Das bekannteste, aber nicht ganz so unkomplizierte Muster ist das 1-2-1-Muster. Bei diesem Muster liegen eine 1, eine 2 und eine 1 in dieser bestimmten Reihenfolge beieinander. Falls man ein solches Muster sieht, befinden sich zwei Minen neben den 1, in den Ecken der 2. Alle Flaggen, welche bereits im Umkreis dieser Zahlen platziert sind, beeinflussen das Muster und sollten subtrahiert werden, bevor man entscheidet, ob es sich wirklich um das 1-2-1-Muster handelt oder nicht. Manchmal hat man also eine 1 und eine 2 und eine 1, die kein 1-2-1-Muster darstellen, und sehr oft hat man verschiedene Zahlen, die ein 1-2-1-Muster bilden. Das klingt nicht gerade einfach, also wollen wir uns ein paar Beispiele ansehen.

Das 1-2-1-Muster, Beispiel 1, unmarkiert Das 1-2-1-Muster, Beispiel 1, markiert Das 1-2-1-Muster, Beispiel 1, gelöst

Schauen wir uns einen Ausschnitt des Spielfeldes im ersten Bild an. Es handelt sich um einen Ausschnitt des Spielfelds direkt nach dem Eröffnungszug. Bei dieser Eröffnung können wir zwei 1-2-1-Muster sehen, eines horizontal und eines vertikal. Im zweiten Bild sind diese 1-2-1-Muster mit roten Ellipsen markiert. Ein fortgeschrittener Spieler sieht das und weiß gleich, wo sich die Minen befinden: In jeder der zugedeckten Ecken der 2 befindet sich eine Mine, und keine weiteren Minen berühren das 1-2-1-Muster. Die Lage der Minen ist in der Abbildung rechts mit Bomben dargestellt. Die Felder, unter denen sich keine Minen verbergen, sind mit durchgestrichenen Bomben markiert.

Das 1-2-1-Muster, Beispiel 2, unmarkiert Das 1-2-1-Muster, Beispiel 2, markiert Das 1-2-1-Muster, Beispiel 2, gelöst

Gelegentlich öffnet sich mit dem ersten Klick ein Bereich mit einer Konfiguration von Zahlen, welche Anfänger frustriert. Ein solches Beispiel sehen wir oben links. Es gibt keine 1 in den Ecken, sodass nicht sofort erkennbar ist, wo sich die Minen befinden könnten. Jedenfalls für einen Anfänger. Ein fortgeschrittener Spieler erkennt sofort das 1-2-1-Muster, welches im zweiten Bild mit einer roten Ellipse markiert ist. Bei diesem Muster liegen immer zwei Minen neben den 1 oder in den Ecken der 2; keine weiteren Minen tangieren dieses Muster. Das rechte Bild zeigt dies: Das Minensymbol zeigt die Standorte der Minen an, und eine durchgestrichene Mine zeigt, wo sich keine Minen befinden können. Der Spieler kann an den Stellen, an denen sich die Minen befinden, Flaggen platzieren und die anderen Felder, mit der linken Maustaste anklicken.

Das 1-2-1-Muster, Beispiel 3, unmarkiert Das 1-2-1-Muster, Beispiel 3, markiert Das 1-2-1-Muster, Beispiel 3, gelöst

Wir haben hier ein 1-2-1-Muster, obwohl die Zahlen 2-2-2 lauten. Das kommt daher, dass sich neben den beiden äußeren 2 Minen befinden. Wann immer eine Flagge neben einer Zahl liegt, können wir 1 von dieser Zahl subtrahieren und sie so betrachten, als hätte sie einen neuen Wert und die Mine würde nicht existieren. In diesem Fall ergibt die Subtraktion statt 2-2-2 ein 1-2-1 und die Minen oberhalb und unterhalb des Musters „existieren nicht“. Ein fortgeschrittener Spieler weiß daher sofort, dass es zwei Minen gibt: eine rechts von der oberen 2 und die andere rechts von der unteren 2; alle anderen verdeckten Felder, welche das Muster tangieren, sind minenfrei. Das letzte Bild zeigt dies: Wir können zwei Minen (mit Bomben markiert) mit Flaggen versehen und drei andere Felder (mit durchgestrichenen Bomben markiert) mit der linken Maustaste anklicken, da dort keine Minen liegen.

Das 1-2-1-Muster, Beispiel 4, unmarkiert Das 1-2-1-Muster, Beispiel 4, markiert Das 1-2-1-Muster, Beispiel 4, gelöst

Das ist ein anderes Beispiel für ein 1-2-1-Muster, das sich aus verschiedenen Zahlen ergibt, nachdem die vorhandenen Flaggen berücksichtigt wurden. Hier haben wir 2-2-1, aber die Flagge über der ersten 2 reduziert es auf 1, also haben wir 1-2-1. Auf diese Weise können wir schnell zwei Minen und zwei minenfreie Orte finden.

Das 1-2-1-Muster, Beispiel 5, unmarkiert Das 1-2-1-Muster, Beispiel 5, markiert Das 1-2-1-Muster, Beispiel 5, gelöst

Hier ist die Situation noch etwas komplizierter, weil zwei Flaggen ein 3-3-1 berühren. Unter Berücksichtigung dieser beiden Flaggen reduziert sich das Muster auf 1-2-1. Die beiden Flaggen liegen neben der oberen 3, sodass wir 2 von dieser 3 abziehen müssen. Die untere Flagge liegt ebenfalls neben der unteren 3, also subtrahieren wir 1 von dieser 3. Als Ergebnis haben wir (3-2), (3-1) und 1 ⇒ 1-2-1. Das heißt, dass es zwei Minen gibt: eine rechts von der oberen 3 und eine rechts von der unteren 1. Weitere zugedeckte Felder, die an das Muster angrenzen, verbergen keine Minen.

Das 1-2-1-Muster, Beispiel 6, unmarkiert Das 1-2-1-Muster, Beispiel 6, markiert Das 1-2-1-Muster, Beispiel 6, gelöst

Dies ist eine einfache und häufige Konstellation. Ein 1-3-2 neben dem Spielfeldrand wird durch eine benachbarte Flagge auf ein 1-2-1 reduziert.

Das 1-2-1-Muster, Beispiel 7, unmarkiert Das 1-2-1-Muster, Beispiel 7, markiert Das 1-2-1-Muster, Beispiel 7, gelöst

In diesem Beispiel sieht man, wie sich eine einzige Flagge auf alle drei Zahlen auswirkt und das Muster von einem 2-3-2 zu einem 1-2-1 ändert.

Das 1-2-1-Muster, Beispiel 8, unmarkiert Das 1-2-1-Muster, Beispiel 8, markiert Das 1-2-1-Muster, Beispiel 8, gelöst

Beim letzten Beispiel des 1-2-1-Musters sehen wir, wie drei Minen ein 2-3-3 in ein 1-2-1 verwandeln. Als Ergebnis finden wir zwei Minen und drei Felder, die keine Minen enthalten.

Woher wissen wir, dass das korrekt ist? Woher wissen wir, dass sich die Minen in allen oben genannten Fällen an diesen und nicht an anderen Stellen befinden? Das lässt sich durch logisches Denken herausfinden. Nehmen wir an, dass sich eine Mine neben der mittleren 2 befindet (wie im allerersten ersten vertikalen Beispiel zu sehen). Aber neben einer 2 sollten sich zwei Minen befinden. Wo befindet sich also die zweite Mine? Es gibt eine 1 über und unter der mittleren 2, und beide haben bereits eine markierte Mine. Es ist also nicht möglich, dass eine Mine in der Mitte liegt. Die Minen müssen sich eine Grenze mit der oberen 1 und der unteren 1 teilen. Und da diese 1 nur von einer Mine berührt werden können, enthalten alle anderen verdeckten Felder um sie herum keine Minen.

Es gibt noch ein weiteres relativ häufiges Muster, das man von Anfang an lernen sollte: 1-2-2-1. Ebenso wie 1-2-1 lässt sich auch 1-2-2-1 mit Logik lösen. Die Lösung ist jedoch das Gegenteil. Bei 1-2-1 ist die Lösung Bombe-Leer-Bombe, aber bei 1-2-2-1 ist sie Leer-Bombe-Bombe-Leer. Mit anderen Worten, für 1-2-1 haben wir Minen, die an 1 angrenzen, und für 1-2-2-1 haben wir Minen, die an 2 angrenzen.

Das 1-2-2-1-Muster, Beispiel 1, unmarkiert Das 1-2-2-1-Muster, Beispiel 1, markiert Das 1-2-2-1-Muster, Beispiel 1, gelöst

Wir sehen hier ein vertikales 1-2-2-1-Muster. Es gibt zwei Minen neben den beiden 2, aber an anderen Stellen, die an das Muster angrenzen, gibt es keine Minen.

Das 1-2-2-1-Muster, Beispiel 2, unmarkiert Das 1-2-2-1-Muster, Beispiel 2, markiert Das 1-2-2-1-Muster, Beispiel 2, gelöst

Hier sehen wir, unter Berücksichtigung einer Flagge, ein 1-2-2-1-Muster. Die Minen befinden sich oberhalb der beiden 2, und die Felder oberhalb der 1 enthalten keine Minen.

Das 1-2-2-1-Muster, Beispiel 3, unmarkiert Das 1-2-2-1-Muster, Beispiel 3, markiert Das 1-2-2-1-Muster, Beispiel 3, gelöst

Diese Situation ist ähnlich. Eine Flagge reduziert ein 1-2-2-2-Muster auf ein 1-2-2-1-Muster.

Das 1-2-2-1-Muster, Beispiel 4, unmarkiert Das 1-2-2-1-Muster, Beispiel 4, markiert Das 1-2-2-1-Muster, Beispiel 4, gelöst

Das letzte Beispiel zeigt eine Flagge, die zwei Zahlen modifiziert: 2-3-2-1 wird zu 1-2-2-1, weil die Flagge sowohl die 2 als auch die 3 berührt.

Es gibt zahlreiche andere Muster, einige von ihnen sind verbreitet, einige selten, einige sehr nützlich und einige ziemlich nutzlos. Falls du mehr über Minesweeper-Muster lernen möchtest, kannst du den Patterns Guide auf der Authoritative Minesweeper Website oder den Strategy Guide auf Minesweeper Wiki lesen (beide in englischer Sprache).

Tipps und Tricks

Na gut. Nun wissen wir, wie man Minesweeper mit Logik löst. Und wir kennen einige Muster, sodass wir schnell spielen können. Doch gibt es irgendwelche Tricks, um noch schneller zu spielen? Die Antwort lautet: Ja.

Fragezeichen – Ausschalten. Diese Funktion stammt aus dem ursprünglichen Minesweeper, daher wird sie in neueren Versionen aus Kompatibilitätsgründen oft übernommen. Trotzdem ist sie für erfahrene Spieler völlig nutzlos. Ein Rechtsklick muss lediglich eine Flagge setzen oder entfernen, mehr nicht.

Chording-Klicks – Wir haben bisher darüber gesprochen, wie man mit der linken Maustaste auf ein verdecktes Feld klickt, um es aufzudecken, und mit der rechten Maustaste auf ein verdecktes Feld, um eine Flagge zu platzieren. Aber es gibt auch noch andere Klickmöglichkeiten. Wenn man mit der linken Maustaste auf eine Zahl klickt, welche schon von der entsprechenden Anzahl von Flaggen umgeben ist (z.B. eine 3 mit 3 Flaggen daneben), dann werden alle umliegenden verdeckten Felder aufgedeckt. Mit dieser Funktion kann man mehrere verdeckte Felder mit einem Klick öffnen, statt mit mehreren Klicks.

Mit der Tastatur spielen – Es ist auch möglich, mit beiden Händen zu spielen. Dazu positioniert man die Maus über einem verdeckten Feld und drückt die Leertaste, um eine Flagge zu platzieren/zu entfernen oder die Eingabetaste, um das Feld aufzudecken. Durch Drücken der Leertaste oder der Eingabetaste über einem Feld mit einer Zahl werden alle angrenzenden zugedeckten Felder aufgedeckt, sofern bereits eine entsprechende Anzahl von Flaggen platziert wurde.

Ohne Flaggen – Einige Spieler bevorzugen es, keine Flaggen zu setzen. Dadurch müssen sie während des Spiels weniger Klicks ausführen, sodass sich ihre Spielgeschwindigkeit potenziell erhöhen kann. Es ist fraglich, ob dies wirklich zu einem schnelleren Spielverlauf führt, da man sich die Orte merken muss, an denen sich Minen befinden, und man nicht auf Zahlen klicken kann, um mehrere abgedeckte Felder auf einmal zu öffnen. Die am weitesten fortgeschrittenen Spieler platzieren manchmal Flaggen hier und da, wo immer sie es für sinnvoll erachten, aber meistens verwenden sie keine Flaggen.

Überschall-Modus – Bei einigen Minesweeper-Klonen kann der Spieler nur mit der Maus, aber ohne Klicks spielen. Wie ist das möglich? Sobald man mit dem Mauszeiger über ein zugedecktes Feld fährt, wird es automatisch markiert. Sobald man mit dem Mauszeiger über ein Feld mit einer Zahl fährt, werden alle angrenzenden zugedeckten Felder automatisch aufgedeckt, sofern die Anzahl der Flaggen um das Feld mit der Anzahl innerhalb des Feldes übereinstimmt. Das verlangt das gleiche Niveau an logischem Denken wie das normale Spiel, macht das Spiel aber viel schneller. Statt zu klicken, entscheidet man nämlich, wo man die Flaggen platziert und welche Felder aufgedeckt werden sollen, indem man mit dem Mauszeiger über den Bildschirm fährt. Diese Funktion ist in dieser Version von Minesweeper online leider nicht verfügbar. Allerdings kann man sie in anderen Klonen dieses Spiels finden, zum Beispiel bei minesweeper.us.

Ein weiterer wichtiger Tipp hat nichts damit zu tun, wie schnell man spielt, aber es ist sehr wichtig, ihn zu beachten, insbesondere für Anfänger. Wenn man einen Fehler macht, eine Flagge falsch platziert und anschließend eine Mine in die Luft jagt und verliert, zeigt das Spiel den Fehler des Spielers an. Eine falsch platzierte Flagge wird mit einer durchgestrichenen Mine dargestellt. Viele Spieler nehmen irrtümlicherweise an, dass eine durchgestrichene Mine dort erscheint, wo eigentlich eine Mine sein sollte. Schauen wir uns das folgende Beispiel an.

Ein Minesweeper-Spielfeld mit einer falsch platzierten Flagge

Was ist hier geschehen? Die drei Flaggen wurden von dem Spieler korrekt entlang der vertikalen 2-3-2-Sequenz platziert. Diese Flaggen werden immer noch als Flaggen dargestellt. Anschließend hat der Spieler jedoch eine Flagge oberhalb der 2 platziert. Dort befand sich keine Mine (erinnerst du dich an das 1-2-1-Muster), sodass die Flagge falsch platziert wurde; sie wird nun mit einer durchgestrichenen Bombe dargestellt. Die rot unterlegte Bombe links ist das Feld, welches der Spieler aufgedeckt und in die Luft gejagt hat, weil dort eine Mine lag. Zahlreiche Spieler betrachten ein solches Bild und sehen zwei Minen, die eine 1 berühren: die Bombe mit rotem Hintergrund und die durchgestrichene Bombe. Sie denken, das Spiel sei fehlerhaft, weil zwei Minen neben einer 1 liegen. Aber das ist falsch; es lag nur eine Mine neben der 1 und das Spiel funktioniert einwandfrei.

Feststecken

Beim traditionellen Minesweeper werden die Minen nach dem Zufallsprinzip platziert. Deshalb ist nicht immer garantiert, dass sich das Spiel allein mit Logik lösen lässt.

So kann man in Minesweeper feststecken.

Viele erfahrene Spieler kennen solche Situationen nur zu gut, die Tränen der Frustration, wiederkehrende Albträume oder manchmal sogar leichte Fälle von PTBS hervorrufen. Bei diesem Beispiel hat der Spieler nach einem langen und anstrengenden Spiel ein Minesweeper-Spielfeld im Schwierigkeitsgrad „Profi“, in einer angemessenen Zeit fast gelöst. Doch nun muss er erraten, wo sich die letzte Mine für den letzten Zug befindet. Beide Felder, die mit einer roten Ellipse markiert sind, verbergen mit gleicher Wahrscheinlichkeit eine Mine, sodass der Ausgang des Spiels, unabhängig von den Fähigkeiten des Spielers, auf einen Münzwurf reduziert wird. Dies ist besonders frustrierend für weniger erfahrene Spieler, für die das Lösen des Schwierigkeitsgrads „Profi“ viel Zeit und Mühe erfordert. Und dann, am Ende, sind all diese Zeit und Mühe oft durch Pech verloren.

Dies kann gar nicht, einmal oder mehrmals während eines einzigen Spiels passieren. Es ist eine Frage des Pechs, ob man während einer Partie raten muss, und je größer das Spielfeld ist, desto häufiger kommt dies vor. Im Schwierigkeitsgrad „Profi“ muss ein Spieler vielleicht sogar viermal oder öfter raten. Wenn jedes Raten wie ein Münzwurf ist (das ist nicht immer der Fall, aber wir wollen die Dinge einfach halten), dann ist die Chance, das Spiel zu lösen, genauso groß wie die Chance, viermal hintereinander Kopf zu erhalten, also weniger als 10 %. Eine Verdoppelung der Spielfeldgröße verdoppelt die zu erwartende Anzahl von Vermutungen. Deshalb sind große Minesweeper-Spielfelder auch so selten. Das Spiel wäre zu frustrierend, denn durch mehrfaches Raten sinken die Gewinnchancen praktisch auf null, unabhängig von deinen Fähigkeiten.

Kann man dieses Problem beheben? Ja. Dieses Problem mit dem Raten gibt es in den meisten Minesweeper-Versionen, aber nicht in unserer. Bei unserer Version von Minesweeper haben wir den so genannten „Reine Logik“-Modus. In diesem Modus sind die Spielfelder, die vom Spiel erzeugt werden, immer deterministisch lösbar. Dies bedeutet, dass man nie raten muss, wo sich die Minen befinden, und dass man das Spiel allein mit Logik lösen kann. Wie ist das möglich? Jedes Mal, wenn ein neues Spielfeld erstellt wird, prüft die Spiel-Engine, ob es möglich ist, dieses Feld ohne zu raten zu lösen. Falls dies nicht möglich ist, ändert das Spiel das Spielfeld, prüft es erneut und der Zyklus geht weiter, bis das Spiel ein Spielfeld gefunden hat, das ohne Raten gelöst werden kann. Der Modus „Reine Logik“ ist standardmäßig ausgewählt, damit du dein Abenteuer mit Minesweeper ohne dir darüber Sorgen zu machen, dass du feststecken könntest, beginnen kannst. Außerdem ist dieser Modus der Grund dafür, dass in unserem Spiel die Schwierigkeitsstufen „Übermensch“ und „Überirdisch“ verfügbar sind. Wir empfehlen auch den Schwierigkeitsgrad „Gottähnlich“ auf minesweeper.us, falls du dir ein wirklich riesiges Spielfeld wünschst.

Wie schnell spielen die anderen?

Als Anfänger wirst du dich vielleicht fragen, wie schnell die einzelnen Schwierigkeitsgrade zu lösen sind. Als gut kann man sich bezeichnen, wenn man im Schwierigkeitsgrad „Anfänger“ höchstens 10 Sekunden, auf dem Schwierigkeitsgrad „Fortgeschritten“ 60 Sekunden und im Schwierigkeitsgrad „Profi“ 240 Sekunden benötigt. Als sehr gut kann man sich bezeichnen, wenn man 6 Sekunden für „Anfänger“, 40 Sekunden für „Fortgeschritten“ und 100 Sekunden für „Profi“ benötigt.

Im Folgenden findest du einige Videos, in denen gezeigt wird, wie andere Leute spielen. Bedenke, dass es sich hier noch um einen Gelegenheitsspieler handelt, nicht um einen Profi.

Im Schwierigkeitsgrad „Anfänger“:

Im Schwierigkeitsgrad „Fortgeschritten“:

Im Schwierigkeitsgrad „Profi“:

Im Schwierigkeitsgrad „Übermensch“:

Im Schwierigkeitsgrad „Überirdisch“:

Für professionelle Spieler liegen die Weltrekorde wie folgt: 1 Sekunde im Schwierigkeitsgrad „Anfänger“, 6 Sekunden im Schwierigkeitsgrad „Fortgeschritten“ und 27 Sekunden im Schwierigkeitsgrad „Profi“. Konkret lagen die besten Zeiten im Jahr 2022 bei 0,49 Sekunden im Schwierigkeitsgrad „Anfänger“, 5,80 Sekunden im Schwierigkeitsgrad „Fortgeschritten“ und 26,59 Sekunden im Schwierigkeitsgrad „Profi“.

Weitere Ressourcen

Solltest du daran interessiert sein, noch mehr über Minesweeper zu erfahren, kannst du hier weitere Informationen finden: